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Einzelne Interviews auswerten

Interviews liefern viele Aussagen und Beobachtungen. Strukturieren Sie diese Eindrücke, bevor Sie damit weiterarbeiten. Am Ende haben Sie ein klares Bild von jedem Interview. Das ist Ihre Grundlage, um mehrere Interviews miteinander zu vergleichen und Erkenntnisse abzuleiten.

Hilfreiche Fachgebiete
Wichtig in diesen Entwicklungsphasen
Zuletzt aktualisiert am

Zum Vorgehen

Ein einzelnes Interview enthält viele Informationen. Wenn Sie mehrere gleichzeitig auswerten, wird die Menge schnell unübersichtlich. Werten Sie deshalb jedes Interview einzeln aus. Ihr Ziel: Sie arbeiten sich von einzelnen Aussagen und Beobachtungen zu klaren Ergebnissen vor.

Interview einplanen

Werten Sie jedes Interview direkt im Anschluss aus. Dann haben Sie es noch im Kopf und erinnern sich an den Ablauf. Planen Sie dafür Zeit ein, wenn Sie das Interview vorbereiten und planen.

Nach denselben Kriterien auswerten

Verwenden Sie für jedes Interview dieselben Kriterien, um es auszuwerten. Ihr Gerüst aus Fragen für die Auswertung ist Ihre Grundlage. Sie haben das Gerüst bereits erstellt, als Sie das Interview vorbereitet haben.

Gemeinsam auswerten

Holen Sie alle Personen dazu, die das Interview geführt oder beobachtet haben. Werten Sie Ihre Beobachtungen und Notizen gemeinsam aus. Jede Person nimmt Informationen anders wahr und hat eine eigene Sicht. Sammeln Sie diese Sichtweisen.

Aussagen und Beobachtungen sammeln

Tragen Sie gemeinsam Ihre Notizen zusammen. Schauen Sie sich die Notizen an: Was fällt Ihnen besonders auf? Was sticht heraus? Es geht darum, die Essenz und wichtigsten Punkte aus dem Interview festzuhalten.

Sammeln Sie gemeinsam die auffälligsten Aussagen und Beobachtungen. Hat Sie etwas überrascht oder ist etwas widersprüchlich? Vielleicht hat die Person an bestimmten Stellen emotional reagiert.

Notieren Sie diese Aussagen und Beobachtungen. Schreiben Sie jede Aussage oder Beobachtung auf einen Notizzettel. Das geht auch digital mit einer Whiteboard-Anwendung.

Aussagen und Beobachtungen ordnen

In der Vorbereitung haben Sie bereits eine Basis mit Schwerpunkten für die Auswertung vorbereitet. Schreiben Sie die Schwerpunkte und die dazugehörigen Fragen auf ein großes Blatt Papier.

Ordnen Sie jede Aussage oder Beobachtung einem Schwerpunkt zu. Tun Sie das, ohne viel nachzudenken. Es gibt kein richtig oder falsch.

Zusammenhänge und Muster benennen

Gehen Sie jetzt pro Schwerpunkt vor. Schauen Sie sich jede Notiz an, die Sie hier platziert haben. Gibt es Zusammenhänge, aus denen sich Muster oder Verbindungen bilden? Gibt es wiederkehrende Themen? Besprechen Sie Ihre Entdeckungen in der Gruppe.

Fassen Sie die entdeckten Zusammenhänge in eigenen Worten auf Notizzetteln zusammen. Markieren Sie jeden Notizzettel mit einem Kürzel für das jeweilige Interview. Dadurch wissen Sie später, zu welchem Interview er gehört.

Diese Notizen sind mehr als eine Zusammenfassung: Es ist Ihr gemeinsames Verständnis dieser Zusammenhänge. Sie sind Ihr Ergebnis, mit dem Sie später verschiedene Interviews miteinander vergleichen. Wie Sie daraus Erkenntnisse ableiten, erfahren Sie in der Anleitung „Erkenntnisse aus Interviews ableiten".

Aus der Praxis

Nehmen Sie Aussagen und Beobachtungen nicht zu wörtlich. Isoliert auf einem Notizzettel wirken sie manchmal anders als im Kontext. Schauen Sie im Zweifel noch einmal in das Transkript Ihres Interviews oder in Ihre Notizen.

Diese Anleitung entstand in Zusammenarbeit mit Experten und Expertinnen aus der Praxis.

Verwandte Anleitungen

Hilfreiche Fachgebiete

Die genannten Fachgebiete und ihre Beschreibungen dienen als Orientierung. Sie zeigen auf, mit welchem Wissen und mit welchen Fähigkeiten die Punkte am besten umgesetzt werden können.

User-Research

User-Researcher und -Researcherinnen planen und führen Interviews mit Nutzenden, erstellen Umfragen und machen Beobachtungen zu ihrem Verhalten. Sie analysieren die Ergebnisse, um Erfahrungen, Herausforderungen und Ziele sichtbar zu machen. Nutzerforscher und -forscherinnen unterteilen Nutzergruppen, um deren Zusammensetzung zu verstehen. Sie werten qualitative und quantitative Daten aus, um Muster zu erkennen. Nutzerforscher und -forscherinnen binden Menschen aktiv in den Entwicklungsprozess ein und beziehen deren Perspektiven systematisch ein.

Zu allen hilfreichen Fachgebieten

Wichtig in diesen Entwicklungsphasen

Jedes digitale Angebot durchläuft verschiedene Phasen. Die 4 Phasen zur Entwicklung nach Servicestandard helfen Teams, strukturiert vorzugehen, die richtigen Schwerpunkte zu setzen und Entscheidungen zum passenden Zeitpunkt zu treffen.

Verstehen

In der Phase „Verstehen" entsteht ein gemeinsames Verständnis für das Problem, das gelöst werden soll. Anforderungen und Ziele für das digitale Angebot und den Prozess werden festgelegt. Die Grundlage bilden Erkenntnisse über die Personen, die den Service nutzen. Es entsteht Klarheit über bestehende Abläufe und Rahmenbedingungen. Veränderungen werden skizziert. Mit dieser Basis kann die Entwicklung in die passende Richtung gelenkt werden.

Weiterentwickeln

In der Phase „Weiterentwickeln" wird das digitale Angebot an veränderte Bedingungen angepasst. Neue Bedürfnisse, technische Entwicklungen und rechtliche Änderungen führen zu erweiterten Anforderungen. Lösungen entstehen aus der Verbindung bewährter Bausteine mit neuen Elementen. Offene Standards und Open Source sichern die Nachvollziehbarkeit. Die Weiterentwicklung hält den Service aktuell, wirksam und nutzerfreundlich.

Alle 4 Entwicklungsphasen

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Ihr Feedback hilft uns, den Servicestandard an den Bedürfnissen der Nutzenden auszurichten. Beschreiben Sie Ihr Anliegen so detailliert wie möglich. Geben Sie keine persönlichen Daten ein.

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